Kurz zusammengefasst
- Grundstruktur: Subjekt + Verb + Objekt, in dieser festen Reihenfolge.
- Präsens und einfache Vergangenheit (Präteritum): kein sichtbares Hilfsverb (außer bei BE).
- Andere Zeiten: Subjekt + Hilfsverb + Verb + Objekt.
- Dativobjekt ohne Präposition: steht vor dem Akkusativobjekt (Steve offered his daughter a bike).
- Emphatische Form: do/does/did + Grundform des Verbs betont die Aussage (I do believe you).
Der affirmative Satz im Englischen folgt einer strengeren Wortstellung als im Französischen: Anders als in Sprachen wie dem Deutschen hängt die Funktion eines Wortes ausschließlich von seiner Position im Satz ab. Dieses Merkblatt erläutert die Grundstruktur, ihre Varianten je nach Zeitform und verwendetem Verb sowie die Feinheiten der Wortstellung, die man kennen sollte.
Die Grundstruktur: Subjekt + Verb + Objekt
Ein einfacher affirmativer Satz folgt ausnahmslos der Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt(e). Anders als im Französischen ist es nicht möglich, Subjekt und Objekt zu vertauschen, ohne die Bedeutung des Satzes zu ändern: Nur die Position eines Wortes gibt seine Funktion an.
- Matt lives in Paris. → Matt lebt in Paris.
- The dog is catching the ball. → Der Hund fängt den Ball.
Das Vertauschen von Subjekt und Objekt ändert die Bedeutung radikal: The ball is catching the dog würde bedeuten „der Ball fängt den Hund“.
Die Natur des Subjekts
Das Subjekt, das in einem englischen affirmativen Satz immer notwendig ist, kann verschiedene Formen annehmen: ein Eigenname (Sam), ein Nomen allein oder mit einem Determiner (the boat, people), ein Nomen mit Adjektiven (the yellow car) oder ein Personalpronomen (you, she). Wenn es aus mehreren Wörtern besteht, spricht man von einer Nominalgruppe (a black car) oder einer Pronominalgruppe (each one of them). Das Verb stimmt immer in der Zahl mit diesem Subjekt überein, aber nie im Genus: Das Englische unterscheidet beim Adjektiv nicht zwischen maskulin und feminin.
Das obligatorische unpersönliche Subjekt: it und there
Anders als das Französische erlaubt das Englische niemals einen affirmativen Satz ohne ausgedrücktes Subjekt, selbst wenn kein reales Subjekt existiert. Zwei unpersönliche Subjekte füllen diese Lücke: it für das Wetter, die Uhrzeit oder den Zeitablauf und there, um die Existenz von etwas anzuzeigen.
- It is raining. → Es regnet. (keine direkte Übersetzung von „it“)
- It’s 6 o’clock. → Es ist 6 Uhr.
- There is a problem. → Es gibt ein Problem.
- There are three chairs in the room. → Es gibt drei Stühle im Zimmer.
Das Weglassen dieses unpersönlichen Subjekts, z. B. Is raining statt It is raining zu sagen, ist einer der häufigsten Fehler von Französischsprachigen, deren Muttersprache das Fehlen des Subjekts in dieser Art von Konstruktion toleriert.
Objektpronomen: die Bevorzugung von to
Wenn sowohl das direkte Objekt als auch das indirekte Objekt Pronomen sind, vermeidet das Englische im Allgemeinen, sie ohne Präposition nebeneinanderzustellen. Die Konstruktion mit to wird dann zur natürlichsten, auch wenn die Reihenfolge Dativobjekt + Akkusativobjekt bei bestimmten kurzen Verben möglich bleibt.
- Give it to me. (natürlicher als Give me it.)
- She sent it to him. (natürlicher als She sent him it.)
- Pass me the salt. → korrekt mit einem Nomen, da nur eines der beiden Objekte ein Pronomen ist.
Die Position der Häufigkeitsadverbien
Die Häufigkeitsadverbien (always, often, usually, sometimes, rarely) folgen einer eigenen Positionsregel, die sich von der anderer Adverbien unterscheidet: Sie stehen nach dem Verb be, aber vor jedem anderen Hauptverb.
| Fall | Position | Beispiel |
|---|---|---|
| Mit BE | nach be | She is always on time. |
| Mit einem gewöhnlichen Verb | vor dem Verb | She always arrives on time. |
| Mit Hilfsverb + Verb | zwischen beiden | She has always been punctual. |
Mehrere Verben mit einem einzigen Subjekt koordinieren
Wenn zwei oder mehr affirmative Verben dasselbe Subjekt teilen, erlaubt es das Englische, dieses nur einmal auszudrücken, indem die Verben mit and verbunden werden. Diese Auslassung des wiederholten Subjekts macht den Satz flüssiger, vorausgesetzt, die Verben bleiben in derselben Zeitform.
- She cooked dinner and washed the dishes. → Sie kochte das Abendessen und spülte das Geschirr.
- He opened the door, smiled, and walked in.
Subjekt, Prädikatsnomen und die Übereinstimmung mit BE
Wenn das Objekt eines affirmativen Satzes mit be ein Prädikatsnomen ist (ein Nomen oder Adjektiv, das das Subjekt neu definiert oder beschreibt, und nicht ein Objekt, das die Aktion erleidet), spricht man von einem prädikativen Objekt. Es handelt sich weder um ein direktes noch um ein indirektes Objekt: Das Verb be beschreibt keine Aktion, sondern nur einen Zustand oder eine Identität.
- My sister is a doctor. → nominales Prädikatsnomen (Identität).
- The soup is delicious. → adjektivisches Prädikatsnomen (Eigenschaft).
Den Affirmativsatz je nach verwendetem Verb bilden
Mit BE
Struktur: Subjekt + BE + Objekt, wobei BE in der gewünschten Zeitform konjugiert wird.
- I am a musician. → Ich bin Musiker.
- He/she/it was disappointed. → Er/sie/es war enttäuscht.
Mit HAVE
Struktur: Subjekt + have/has + Objekt im Präsens; Subjekt + had + Objekt in der Vergangenheit.
- I/you/we/they have a brand new car.
- He/she/it has a lot of character.
- I had a great time at the party.
Im einfachen Präsens und im Präteritum
In diesen beiden Zeitformen erscheint das Hilfsverb im affirmativen Satz nicht: Die Struktur reduziert sich auf Subjekt + Verb (+ Endung, falls nötig) + Objekt.
- Michael goes to the dentist every week. (einfaches Präsens, -s in der 3. Person)
- I played tennis yesterday. (Präteritum, -ed bei regelmäßigen Verben)
Mit einem Zeit-Hilfsverb oder einem Modalverb
Struktur: Subjekt + Hilfsverb (oder Modalverb) + Verb + Objekt. Das Hilfsverb und das Verb nehmen die an die Zeitform angepasste Form an. Die vollständige Funktionsweise der drei englischen Hilfsverben (be, have, do) wird im Merkblatt Die Hilfsverben im Englischen: do, be, have ausführlich beschrieben.
- Michael has gone to the dentist. (present perfect)
- She can swim very well. (Modalverb can)
- We might go to the movies tonight. (Modalverb might)
Die Reihenfolge der Objekte: Akkusativobjekt und Dativobjekt
Wenn ein Satz ein direktes Objekt (Akkusativobjekt) und ein indirektes Objekt (Dativobjekt) enthält, steht das Dativobjekt vor dem Akkusativobjekt, wenn es nicht durch eine Präposition eingeleitet wird. Umgekehrt, wenn das Dativobjekt durch to eingeleitet wird, steht es nach dem Akkusativobjekt.
| Konstruktion | Beispiel |
|---|---|
| Ohne Präposition: Dativobjekt vor Akkusativobjekt | Jack gave his dog a present. |
| Mit „to“: Dativobjekt nach Akkusativobjekt | Steve offered a new bike to his daughter. |
Beide Konstruktionen sind grammatikalisch korrekt und werden im Französischen auf die gleiche Weise übersetzt.
Die Position des Adverbs
Anders als Subjekt, Verb und Objekt bleibt die Position des Adverbs flexibel. Es kann stehen:
- vor dem Subjekt am Satzanfang, gefolgt von einem Komma: Last year, Mike was in Australia.
- in der Mitte der Verbalgruppe, zwischen Hilfsverb und Verb: We have already eaten.
- nach dem Objekt am Satzende.
Adverbiale Bestimmungen und Standardreihenfolge
Wenn ein Satz mehrere Arten von Ergänzungen enthält, stellt die Standardreihenfolge das Objekt vor die Ortsangabe, die selbst vor der Zeitangabe steht.
- Many people walk their dogs in the park on Sundays. → Viele Leute gehen sonntags mit ihrem Hund im Park spazieren.
Diese Reihenfolge kann aus stilistischen Gründen geändert werden, insbesondere indem man die Zeitangabe oder einen Nebensatz an den Satzanfang stellt, um ihn hervorzuheben: On Sundays, many people walk their dogs in the park.
Die Nebensätze
Ein Nebensatz behält dieselbe Wortstellung wie ein Hauptsatz bei: Subjekt, Verb, Objekt. Nur eine unterordnende Konjunktion (because, as, since…) geht dem Subjekt voraus.
- Many people walk their dogs in the park because they do not have the time during the week.
Die emphatische Form mit do/does/did
Im einfachen Präsens und im Präteritum erscheinen die Hilfsverben do, does und did normalerweise nicht in einem affirmativen Satz. Ihre Anwesenheit verleiht dann eine emphatische Bedeutung, um die Wahrheit der Aussage zu betonen.
- I do believe you. → Ich glaube dir wirklich.
Bestimmte restriktive oder negative Ausdrücke am Satzanfang (only then, never, rarely) lösen eine Inversion zwischen Subjekt und Hilfsverb aus, wodurch eine Struktur entsteht, die der Frageform ähnelt, um den adverbialen Ausdruck hervorzuheben.
- Only then did he realize that he had got lost. → Erst in diesem Moment wurde ihm klar, dass er sich verirrt hatte.
Praktische Übung
Überprüfung des Gelernten über die affirmative Form:
1. Welcher Satz folgt der korrekten affirmativen Struktur?
2. Michael ___ to the dentist every week. (einfaches Präsens)
3. Jack gave ___.
4. We have ___ eaten.
5. Was bedeutet „I do believe you“ im Vergleich zu „I believe you“?
6. Only then ___ he realize that he had got lost.
7. ___ raining outside.
8. She ___ on time. (immer, mit BE)
Ihr Ergebnis


