
Kürzlich habe ich die anderen Lehrer von Break Into English gebeten, mir bei der Erstellung einer Liste mit den häufigsten Englischfehlern unserer deutschsprachigen Schüler zu helfen. Hier ist also für Sie, in absteigender Reihenfolge, die Rangliste der zehn größten Englischfehler, die von den Deutschsprachigen gemacht werden.
Die häufigsten Englischfehler: die Top 10
Fehler: Nr.10: « I win 2000 Euros a month. »
Im Deutschen sagt man, dass eine Person Geld verdient. Sie kann es durch Arbeit, durch Glücksspiele oder durch das Gewinnen eines Wettbewerbs verdienen. Die Situation ist im Englischen etwas komplizierter. Tatsächlich verwendet man zwei verschiedene Verben, je nachdem, ob man Geld durch Arbeit verdient („earn“) oder durch Glück („win“). So sagt man: „I won the lottery“ oder „I won a fortune at roulette“, aber „he earns a living the hard way“.

Fehler Nr.9: « I have worked for them since two years. »
Sehr oft wissen unsere deutschsprachigen Schüler nicht, ob sie „seit“ mit „since“ oder „for“ übersetzen sollen. Nun zögern Sie nicht mehr, denn die Regel ist klar! Man verwendet „since“ um den Moment anzuzeigen, an dem etwas begonnen hat und „for“ um die Dauer von etwas anzuzeigen. „Since“ wird also immer von einem Datum oder einer Uhrzeit gefolgt und „for“ von einer Zeitdauer. So sagt man: „I haven’t gone to Italy since 2011″, aber „I haven’t gone to Italy for four years.“
Fehler Nr.9 korrigiert: « I have worked for them for two years. »
Fehler Nr.8: « He explained me how to solve the problem. »
Achtung vor den transitiven Verben! Im Deutschen ist es möglich zu sagen „er hat mir alles erklärt“, aber im Englischen sagt man „he explained everything to me“ oder „he explained everything“, wenn man bereits weiß, wem alles erklärt wird. Diese Regel gilt für viele andere Verben wie „recommend“, „suggest“, „say“, etc…
Fehler Nr.8 korrigiert: « He explained (to me) how to solve the problem. »
Fehler Nr.7: « I’m agree with you. »
Grober Fehler, den es um jeden Preis zu vermeiden gilt, indem man sich daran erinnert, dass die wörtliche Übersetzung aus dem Deutschen nur sehr selten eine gute Idee ist. Im Deutschen sagt man „mit jemandem einverstanden sein“, aber im Englischen wird „einverstanden sein“ durch das Verb „agree“ ersetzt. Man sagt also niemals „I am agree“, sondern einfach „I agree“.
Fehler Nr.7 korrigiert: « I agree with you. »
Fehler Nr.6: « Arrive im Sinne von can verwenden»
„I will arrive to finish my report by 7pm.“ Das ist die Art typisch deutscher Sätze, die man oft in unseren Online-Englischkursen hört. Im Englischen kann „to arrive“ nicht im Sinne von „etwas schaffen können“ wie im Deutschen verwendet werden (z.B.: „ich schaffe es nicht, diese Flasche zu öffnen“). Seine Bedeutung beschränkt sich darauf, physisch an einem Ort anzukommen.
« I can finish my report by 7pm. »
« If you don’t arrive on time, we’ll have to leave without you. »
Wir kommen zu den Top 5 der häufigsten Englischfehler
Fehler Nr.5: « Do you went to work yesterday? »
Ein echter Klassiker um die Top 5 der häufigsten Englischfehler zu beginnen. Die Fragen mit „do“ im Englischen entsprechen den Fragen vom Typ „Hast du…?“ im Deutschen. Nur dass im Deutschen „Hast du“ sich nie ändert, unabhängig von der Zeit der Frage. Man sagt also: „Bist du gestern Abend ins Restaurant gegangen?“ und „Gehst du morgen Abend ins Restaurant?“. Es ist das Hauptverb – „gehen“ – das die Zeit des Satzes anzeigt. Im Englischen dagegen ist es das „do“, also das Hilfsverb und nicht das Hauptverb, das die Zeit anzeigt. Man sagt also: „Did you go to the restaurant?“ und nicht „Do you went to the restaurant?“.
Fehler Nr.5 korrigiert: « Did you go to work yesterday? »
Fehler Nr.4: « Falsche Aussprache der Partizipien der regelmäßigen Verben, die auf -ed enden »
Im Englischen sind die Ausspracheregeln für die Partizipien der regelmäßigen Verben klar. Wenn das Verb auf -ded oder -ted endet, spricht man „id“ aus (Beispiele: divided, united, inspected…). Wenn dagegen das Verb nicht auf -ded oder -ted endet, spricht man entweder „d“ (z.B.: closed, opened, loved…) oder „t“ aus (z.B.: asked, talked, attacked…). Das ist das Wesentliche. Andere Regeln ermöglichen es zu wissen, ob man „d“ oder „t“ ausspricht, aber sie sind zweitrangig, insofern als ein Aussprachefehler zwischen einem „d“ und einem „t“ kaum zu hören ist. Dagegen ist es ein Fehler, der sofort auffällt, „id“ anstelle von „d“ oder „t“ auszusprechen oder umgekehrt.
Fehler Nr.3: « It’s/its depend »
Vielleicht der Fehler, der einen Englischlehrer am meisten ärgert. Schwer zu sagen, wie oft wir diesen Fehler mit unseren deutschsprachigen Schülern korrigieren und wieder korrigieren mussten. Schwer zu sagen auch, warum dieser Fehler so tief verwurzelt ist, da die deutsche Übersetzung – „es hängt ab“ – nicht zu dem Fehler verleiten sollte.
Fehler Nr.3 korrigiert: « It depends. »
Fehler Nr.2: « It depends of the weather. »
Wieder „depend“ auf dem zweiten Platz der Rangliste. Dieser Fehler ist verständlicher (wörtliche Übersetzung von „abhängen von“), aber kaum leichter auszumerzen. Noch schlimmer, wenn man glaubt, die Schlacht gegen die „depend of“ gewonnen zu haben, tauchen plötzlich andere falsche Versionen auf wie „depend for“, „depend about“, etc… Alle Präpositionen kommen dran, außer der richtigen.
Fehler Nr.2 korrigiert: « It depends on the weather. »
Fehler Nr.1: Wissen, wann man das Present Perfect verwendet
Die größte Anzahl von Englischfehlern, die von deutschen Schülern gemacht werden, stammt aus einer falschen Verwendung des „Present Perfect“ oder aus einer Verwechslung mit dem „Past Simple“. Erinnern wir an die Regel: man verwendet das „Present Perfect“ um über Dinge zu sprechen, die in der Vergangenheit beginnen und bis jetzt andauern. Beispiel: „I have never gone to Australia.“ In diesem Satz versteht man, dass der Sprecher nie in seinem Leben nach Australien gegangen ist. Das „Present Perfect“ wird verwendet, weil die Zeitspanne von der Geburt des Sprechers bis heute beginnt. Wenn dagegen ein Ereignis in der Vergangenheit endet und keine Verbindung zur Gegenwart hat, verwendet man das „Past Simple“. Beispiel: „I went to Australia five years ago.“
Das war’s! Das war der zweite und letzte Teil der häufigsten Englischfehler bei deutschsprachigen Schülern. In der Hoffnung, dass dieses Festival der Fehler Ihnen erlauben wird, in Zukunft weniger zu machen.
Aber um wirklich schnell Fortschritte zu machen, ist die beste Lösung, Unterricht zu nehmen. Zögern Sie also nicht, sich für einen unserer kostenlosen Probestunden . Wir freuen uns darauf, Ihnen zu zeigen, was wir können!


